OKR vs KPI: die wichtigsten Unterschiede oder gehen KPIs und OKRs vielleicht doch Hand in Hand?
Du sitzt im Montagsmeeting, immer wieder dasselbe Ritual: Ein Reporting-Call jagt den nächsten, das Dashboard leuchtet in allen Farben, dutzende KPIs laufen über den Bildschirm. Die Zahlen wirken beeindruckend, aber im Raum stellt sich eine leise Frage ein: „Und was machen wir jetzt konkret damit?"
Zwei Stunden später startest du in einen Strategie-Workshop. Jemand wirft „OKRs" in den Raum. Objectives and Key Results sollen jetzt alles lösen. Mehr Fokus, mehr Alignment, mehr Impact.
Und du denkst dir:
„Was passiert hier eigentlich – und wie spielen KPIs und OKRs zusammen, ohne dass mein Team im Reporting ertrinkt?"
Genau da setzt dieser Artikel an. Du tauchst Schritt für Schritt in die Welt von OKRs und KPIs ein, verstehst die wichtigsten Unterschiede, erlebst ein Praxisbeispiel mit procoli mini und nimmst am Ende eine runde Geschichte mit – statt nur die nächste Checkliste.
OKRs und KPIs: Zwei Sprachen für dasselbe Ziel
Stell dir vor, dein Unternehmen will externe Zusammenarbeit neu denken. Ihr wollt weg vom E-Mail-Chaos, hin zu einer Lösung wie procoli mini, mit der externe Partner über einen simplen Link mitarbeiten.
Die Geschäftsführung definiert grobe Unternehmensziele:
- Weniger Koordinationsaufwand mit externen Partnern
- Mehr Transparenz für Projektleiter:innen
- Höhere Zuverlässigkeit bei Fristen
Ab hier greifen zwei Sprachen:
Die eine Sprache erzählt von Richtung, Fokus, mutigen Zielen: OKRs, also Objectives and Key Results.
OKRs wird als Methode beschrieben, „ambitionierte Ziele (Objectives) mit klaren, messbaren Ergebnissen (Key Results) zu verbinden, damit Teams fokussiert und ausgerichtet arbeiten." (Atlassian)Die andere Sprache spricht in Zahlen, Verläufen, Trends: KPIs, also Key Performance Indicators, oft als Kennzahlen oder Leistungskennzahlen bezeichnet.
KPIs sind „quantitative Messgrößen, die zeigen, wie effektiv ein Unternehmen seine geschäftlichen Ziele erreicht." (Wikipedia)
Beides gehört zusammen. Die Geschichte beginnt bei deinen Zielen, nicht bei Metriken. Du nutzt OKRs, um Ziele zu setzen und zu strukturieren. Du nutzt KPIs, um ihre Erreichung und die Leistung eines Unternehmens messbar zu machen.

Objectives & Key Results: OKRs setzen den Rahmen für Veränderung
OKRs bestehen aus einem Objective und mehreren Key Results. Das Objective beschreibt, was du erreichen willst. Die Key Results beschreiben, woran du die Erreichung dieser Ziele erkennst.
Für procoli mini könnte ein Objective lauten:
„Wir etablieren procoli mini als Standard für externe Zusammenarbeit in unseren Schlüsselprojekten."
Das wirkt bewusst ehrgeizig und ambitioniert. Noch nicht messbar, aber klar in der Richtung. Die Key Results machen dieses Ziel greifbar. Sie sind quantitativ, messbar und zeitgebunden:
- „Mindestens 70 % aller Projekte mit externen Partnern nutzen procoli mini aktiv in diesem Quartal."
- „Die durchschnittliche Antwortzeit externer Partner auf Aufgabenlinks sinkt in diesem Quartal um 30 %."
- „Mindestens 80 % der externen Partner kommentieren oder laden Dateien in der Webansicht hoch."
Hier siehst du, wie Objectives and Key Results funktionieren:
- Das Objective inspiriert.
- Die Schlüsselergebnisse definieren klare Ziele, an denen du die Zielerreichung ablesen kannst.
- Die Messung des Fortschritts erfolgt nicht mehr nach Gefühl, sondern über konkrete Zahlen.
So entsteht eine OKR-Struktur, die dein Team ausrichtet. Du kommst weg von vagen Aussagen wie „Wir wollen besser werden" und hin zu klaren Formulierungen, die du am Ende eines Quartals sauber bewerten kannst.
KPIs: Die Kennzahlen, die dich wach halten
Parallel zu deinen OKRs laufen KPIs, die zeigen, wie stabil dein System arbeitet. Sie begleiten dich über einen bestimmten Zeitraum hinweg und liefern eine nüchterne Sicht auf die Unternehmensleistung.
Für dein procoli-Umfeld können KPIs so aussehen:
- „Durchschnittliche Reaktionszeit externer Partner auf Aufgabenlinks"
- „Anteil der Aufgaben mit vollständigem Datei-Upload durch externe Partner"
- „Anteil der Projekte, in denen procoli mini nach sechs Monaten noch aktiv genutzt wird"
Jede dieser Kennzahlen wirkt als Indikator. KPIs zeigen, ob Prozesse sauber laufen oder an welchen Stellen du eingreifen solltest. Du nutzt sie, um Leistung zu überwachen und Leistung zu bewerten.
Wichtig: Dass KPIs existieren, bedeutet noch nicht, dass du die richtige Richtung gewählt hast. KPIs bewerten zwar, was Tatsache ist, aber OKRs definieren, wohin ihr geht. Genau diese Unterscheidung brauchst du im Kopf.
OKRs vs. KPIs: Warum „vs" die falsche Frage ist
In vielen Diskussionen entsteht schnell ein Lagerdenken: „OKRs vs KPIs" – als müsstest du dich für eines von beidem entscheiden, das führt in die Irre.
Du arbeitest mit zwei Ebenen:
- OKRs beantworten die Frage: „Welche strategischen Ziele verfolgen wir in diesem Quartal? Welche Veränderung wollen wir sehen?"
- KPIs beantworten die Frage: „Wie steht es um unsere Performance? Welche Kennzahlen warnen uns, wenn etwas aus dem Ruder läuft?"
Der entscheidende Unterschied zwischen OKRs und KPIs besteht also darin, dass OKRs Veränderung treiben und KPIs den Status beobachten.
Im Vergleich zu OKRs wirken KPIs nüchterner. Du misst Umsätze, Durchlaufzeiten, Fehlerraten. Im Gegensatz zu KPIs bringen OKRs mehr Story, mehr Richtung, mehr Fokus hinein.
Sobald du diese Unterschiede verstehst, begreifst du auch, dass „OKR vs KPI" die falsche Fragestellung ist. Die sinnvolle Frage lautet:
„Wie setzen wir OKRs und KPIs gemeinsam ein, damit wir sowohl unsere Ziele erreichen als auch unsere Leistung stabil halten?"
Eine Geschichte aus dem Projektalltag: OKRs und KPIs rund um procoli mini
Schauen wir auf eine konkrete Szene aus dem Projektmanagement.
Stell dir vor, du leitest eine Abteilung für Projekte, viele Vorhaben laufen mit externen Partnern: Agenturen, Bauunternehmen, Spezialfirmen. Die Kommunikation findet dann oft in Mail-Threads statt, doch wirklich effektiv ist das nicht.
Nehmen wir an, ihr entscheidet euch dafür mit procoli mini zu arbeiten. Externe Partner erhalten Aufgaben über einen Link, können direkt in einer Webansicht kommentieren und Dateien hochladen – ohne Anmeldung, ohne neues Tool-Training.
Als Führungskraft definierst du zusammen mit deinem Team ein zentrales Unternehmens-OKR:
Objective:
„Wir halbieren den Koordinationsaufwand mit externen Partnern in unseren Kernprojekten."
Key Results:
- „70 % aller Projekte mit externen Partnern nutzen procoli mini aktiv in diesem Quartal."
- „Die durchschnittliche E-Mail-Anzahl pro externem Gewerk sinkt um 30 % im Vergleich zum letzten Quartal."
- „Mindestens 80 % der externen Partner schließen ihnen zugewiesene Aufgaben innerhalb der vereinbarten Frist ab."
Du spürst, wie OKRs hier als Motor funktionieren:
- Die Zielsetzung ist klar.
- Die Schlüsselergebnisse sind messbar und ambitioniert.
- Die Erreichung von Ergebnissen lässt sich objektiv nachvollziehen.
Parallel dazu definierst du KPIs, die das System im Auge behalten:
- „Anzahl Support-Tickets zu procoli mini pro Monat"
- „Anteil der Aufgaben mit vollständiger Dokumentation (Kommentare + Dateien)"
- „Durchschnittliche Zeit bis zur ersten Reaktion eines externen Partners"
Diese KPI und OKR-Kombination schafft Struktur. Die OKRs ziehen euch in eine neue Arbeitsweise. Die KPIs stellen sicher, dass der Wandel nicht zu Chaos führt.
Wenn du externe Zusammenarbeit endlich messbar und schlank aufsetzen willst, trag dich jetzt auf die procoli Warteliste ein und sichere dir frühen Zugriff.
OKRs und wann KPIs: Wie du deinen Arbeitsrhythmus strukturieren kannst
Der Alltag folgt meist einem Rhythmus aus Timeboxen: Sprints, Releases, Quartale. Genau hier entscheidest du, wie OKRs und KPIs zusammenlaufen.
Zu Beginn eines Quartals:
- Du richtest dich an den Unternehmenszielen aus.
- Du leitest 1–2 relevante Objectives für deine Abteilung ab.
- Du definierst pro Objective 2–4 Key Results, klar messbar, klar zeitgebunden.
- Du führst diesen Prozess mit deinem Team durch und stellst sicher, dass die Ziele ambitioniert, aber erreichbar erscheinen.
Während des Quartals:
- Du nutzt regelmäßige Check-ins (zum Beispiel alle zwei Wochen), um den Fortschritt in Richtung deiner Key Results zu prüfen.
- Du schaust parallel auf deine KPIs und erkennst, ob ihr trotz ehrgeiziger OKRs noch sauber liefert oder ob du ergänzende Initiativen starten musst.
Am Ende des Quartals:
- Du bewertest, welche OKRs du erreicht hast und was du daraus lernst.
- Du prüfst, welche KPIs sich wie entwickelt haben.
- Du formulierst neue OKRs – basierend auf Zahlen, nicht nur auf Bauchgefühl.
So entsteht ein Kreislauf aus Ziele festlegen – handeln – messen – lernen. OKRs und KPIs gemeinsam bilden dabei das Rückgrat. Du musst dich nicht für „OKRs oder KPIs" entscheiden – du nutzt idealerweise beides bewusst im Takt deiner Timeboxen.

OKRs erstellen: Step by Step, vom weißen Blatt zur klaren Struktur
Die größte Hürde besteht oft darin, OKRs überhaupt sauber aufzuschreiben. Das weiße Dokument wirkt bedrohlich.
Ein pragmatischer Weg sieht so aus:
- Ausgangspunkt wählen
Du startest bei 2–3 zentralen Unternehmenszielen, die für deine Abteilung wirklich relevant sind. Wachstum, Produktqualität, Effizienz, Kundenzufriedenheit – hier legst du den Fokus fest. - Objectives formulieren
Du formulierst pro Ziel ein Objective. Es soll inspirieren, Richtung geben und strategisch wirken. Ein gutes Objective bleibt kurz, klar und emotional nachvollziehbar. - Key Results festlegen
Du definierst pro Objective 2–4 Key Results. Jedes Key Result ist messbar, quantitativ und an einen bestimmten Zeitraum gebunden. Du formulierst es so, dass du am Stichtag ohne Diskussion sagen kannst: „Erreicht" oder „nicht erreicht". - Abgleich mit bestehenden KPIs
Du prüfst, welche KPI im Unternehmen bereits existieren und wie sie deine OKRs unterstützen. Einige Werte übernimmst du direkt als Key Results. Andere laufen als Hintergrundkennzahlen weiter.
So entstehen gute OKRs, die dein Team ernst nimmt. Sie bleiben zugleich ambitioniert und greifbar und passen zu euren Best Practices.
KPIs im Unternehmen: Wie viele Kennzahlen braucht dein Team wirklich?
Auf der KPI-Seite lauert eine andere Gefahr: Übertreibung.
Jede Abteilung bringt ihre Lieblinge mit. Sales will Leads sehen, Marketing Klicks, Produkt aktive Nutzer, Support Ticketzahlen. Am Ende steht ein KPI-Set von 40 Kennzahlen, das niemand mehr wirklich liest.
Sinnvoller wirkt ein Fokus auf wenige Größen, die deine OKRs wirklich stützen:
- Zentrale KPIs pro Abteilung
- Jede Kennzahl mit klarer Bedeutung: „Was löst diese Zahl aus, wenn sie schlecht aussieht?"
- Der explizite Bezug zu den jeweiligen Objectives: „Wie hilft uns diese Kennzahl, unsere OKRs zu verstehen?"
Du erinnerst dein Team immer wieder daran, dass OKRs und KPIs kein Selbstzweck bleiben. Sie sollen helfen, Entscheidungen zu treffen und die richtigen Initiativen zu starten – nicht nur bunte Dashboards zu füllen.
Q&A
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen OKRs und KPIs?
OKRs (Objectives and Key Results) definieren strategische, oft ehrgeizige Ziele und machen ihre Erreichung durch messbare, zeitgebundene Schlüsselergebnisse sichtbar. KPIs (Key Performance Indicators) sind Kennzahlen, mit denen du die laufende Leistung eines Unternehmens, einer Abteilung oder eines Teams über einen bestimmten Zeitraum überwachst und bewertest.
Wie arbeiten OKRs und KPIs sinnvoll zusammen?
OKRs geben Richtung vor und treiben Veränderung, während KPIs die Wirkung und Stabilität messen. Du leitest aus Unternehmenszielen OKRs ab, formulierst Key Results und nutzt anschließend KPIs, um die Messung des Fortschritts und die Stabilität deiner Prozesse zu beobachten. So unterstützen sich OKRs und KPIs gegenseitig.
Wann nutze ich eher OKRs und wann eher KPIs?
Du nutzt OKRs, wenn du Ziele setzen willst, die über den Status quo hinausgehen – etwa neue Produkte, neue Märkte oder tiefgreifende Prozessveränderungen. KPIs nutzt du, wenn du bestehende Leistung und Prozesse im Blick behalten möchtest. In der Praxis verwendest du beides parallel: OKRs für die Zielrichtung, KPIs für die Leistungsmessung.
Wie viele OKRs und KPIs sind sinnvoll?
Für die meisten Teams reichen ein bis zwei OKRs pro Abteilung und Quartal mit jeweils zwei bis vier Key Results. Dazu kommen drei bis fünf zentrale KPIs, die Leistung und Risiken sichtbar machen. Zu viele Ziele und Kennzahlen verwässern den Fokus; wenige, gut gewählte Größen erhöhen die Chance, dass du deine Ziele tatsächlich erreichst.
Welche Rolle spielt ein Tool wie procoli mini bei OKRs und KPIs?
procoli mini unterstützt dich dabei, Zusammenarbeit mit externen Partnern messbar zu machen. Aufgabenlinks, Reaktionszeiten, Datei-Uploads und Diskussionsverläufe liefern konkrete Daten, die du in OKRs (als Key Results) und KPIs (als Kennzahlen für Leistung und Stabilität) einbinden kannst. So verbindest du Strategie, Messung und täglichen Projektalltag in einem System.