Ishikawa-Diagramm: Schritt für Schritt ein Ursache-Wirkungs-Diagramm erstellen
Hier ist die Kurzfassung: Zeichne das Problem als Kopf des Fisches, ordne die 8 M als Gräten an und sammle darunter konkrete Ursachen. So identifizierst du die wahre Grundursache, anstatt nur Symptome zu bekämpfen.
In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ein Ishikawa-Diagramm (auch Ursache-Wirkungs-Diagramm oder Fischgrätendiagramm genannt) erstellst. Du erfährst, wie du Risiken identifizierst und bewertest, wie du Ursachen nachhaltig mitigierst und wie du ein übersichtliches Fischgrätendiagramm zeichnest. Lies weiter, wenn du Probleme systematisch analysieren, die richtigen Ursachen priorisieren und mit Procoli Mini externe Partner direkt und ohne Anmeldung in die Lösungsfindung einbinden möchtest.
Du lernst eine praxisnahe Methode zur Ursachenanalyse kennen, erhältst eine objektive Skala für die Risikobewertung und siehst, wie ein Fischgrätendiagramm die Visualisierung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen verbessert. Außerdem gebe ich dir konkrete Tipps für die Umsetzung im Team.
Was ist ein Ishikawa-Diagramm (Fischgrätendiagramm) und wofür dient dieses Diagramm?
Das Ishikawa-Diagramm veranschaulicht die Ursachen eines Problems auf grafische Weise. Kaoru Ishikawa entwickelte diese Methode im Rahmen des Qualitätsmanagements, damit Teams die Ursachen eines Problems systematisch analysieren und visualisieren können. Ein Fischgrätendiagramm ordnet verschiedene Einflussgrößen strukturiert an und macht deren Bedeutung sowie Einflussnahme sichtbar.
Nutze das Ishikawa-Diagramm bei Qualitätsproblemen, Prozessfehlern oder im Kundenservice. Es verwandelt diffuse Problemursachen in eine strukturierte Darstellung und zeigt die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Ursachen auf. So arbeitet ihr als Team zielgerichtet an der Hauptursache, statt nur an den Symptomen zu doktern.
„Wenn Probleme und Ziele klar sind, sind deine Probleme zur Hälfte gelöst." — Kaoru Ishikawa
Das Fischgrätendiagramm hilft, die vielen möglichen Ursachen eines Problems zu identifizieren, indem es Ideen in nützliche Kategorien sortiert.
Quellen: JUSE - Ishikawa, ASQ - Fishbone Diagram

Wie erstellt man ein Ishikawa-Diagramm?
Hier die Kurzfassung: Definiere zunächst das Problem so präzise wie möglich und platziere es am Kopf des Fisches. Zeichne anschließend die Wirbelsäule (Spine) und die Gräten des Fisches und trage unter jeder dieser Gräten die konkreten Ursachen ein.
Schritt für Schritt:
- Definiere das Problem präzise als die Wirkung (Kopf). Ein Beispiel: Statt einfach „Maschine defekt" zu schreiben, notiere besser „Anlage 3 fällt wöchentlich wegen Überhitzung aus". Eine präzise Problemformulierung reduziert die Gefahr, falsche Ursachen zu verfolgen.
- Zeichne einen horizontalen Pfeil (die Spine) und notiere das Problem am rechten Ende (dem Kopf).
- Zeichne nun die Hauptkategorien als Gräten ein. Nutze hierfür standardmäßig die 8 M (siehe unten).
- Sammle gemeinsam im Team potenzielle Ursachen und trage sie unter den passenden Gräten ein. Verwende dabei kurze, prägnante Stichworte.
Tipp zur Moderation: Führe ein zeitlich limitiertes Brainstorming durch. Notiere dabei jede Ursache zunächst ohne Bewertung und markiere erst später die plausibelsten Einträge. So vermeidest du eine zu frühe Bewertung und förderst kreative Beiträge.
Warum hilft die Erstellung des Ishikawa-Diagramms bei der Problemlösung?
Das Ursache-Wirkungs-Diagramm ‚zwingt' dich dazu, Ursachen zu strukturieren und Abhängigkeiten sichtbar zu machen. Auf diese Weise trennst du die Hauptursache von bloßen Nebenursachen und erkennst, welche Einflussfaktoren die größte Rolle spielen. Diese strukturierte Ursachenanalyse erhöht die Effizienz in der Problemlösung und reduziert unnötige Streuverluste.
Nutze das Diagramm auch als Basis für weiterführende Methoden wie die FMEA oder Signifikanztests. Das Ishikawa-Diagramm liefert dir die Hypothesen, die du anschließend mit fundierten Daten und Tests bestätigen kannst.
Identifiziere potenzielle Ursachen: Am besten im Team-Brainstorming
Beginne damit, mögliche Ursachen in einem strukturierten Brainstorming zu sammeln. Wichtig ist dabei, dass du eine klare Problemformulierung einsetzt. Setze dir zudem eine Zeitbegrenzung und nutze eine Vorlage. Ziel ist es, alle potenziellen Ursachen zu finden, die das Problem erzeugen.
Achte dabei auf typische Kategorien wie menschliche Fehler, Prozesslücken, technische Fehler, Materialfehler, Messabweichungen und externe Einflüsse (das Milieu). Notiere jede potenzielle Ursache als eine Hypothese. Später validierst du diese Hypothesen dann mit Daten und Messungen.
Praktischer Ablauf:
- Starte mit einer klaren Problemformulierung.
- Sammle alle möglichen Ursachen, ohne sie sofort zu werten.
- Gruppiere ähnliche Ursachen und ordne sie den 8 M zu (siehe nächster Abschnitt).
- Wähle am Ende die plausibelsten Ursachen für die detaillierte Bewertung aus.
Wie bewertet man die gefundenen Ursachen objektiv? (Skala & Matrix)
Bewerte die identifizierten Ursachen objektiv mit einer 'Likelihood × Impact'-Skala von 1 bis 5. Definiere für jede Stufe eine eindeutige Beschreibung (z. B. bedeutet 5: sehr häufig / katastrophale Auswirkung).
Zeichne dazu eine Risikomatrix (Y-Achse = Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Ursache, X-Achse = Auswirkung auf das Gesamtproblem).

Nun berechnest du die Risikoprioritätszahl (RPZ = Wahrscheinlichkeit × Auswirkung).
Wenn die RPZ hoch ist, solltest du diese Ursache als potenzielle Hauptursache priorisieren. Ergänze diese Bewertung mit einer Gefährdungsbeurteilung, falls sicherheitsrelevante Ursachen vorliegen.
Wie findest du die Ursachen und unterscheidest Hauptursache von Nebenursachen?
Führe systematisch die 5-Why-Methode durch. Frage also so lange „Warum?", bis du eine Ursache erreichst, deren Beseitigung die Wirkung dauerhaft reduziert. Notiere dir, ob eine Ursache direkt das Problem verursacht oder ob sie eher eine Nebenursache darstellt. Definiere die Hauptursache als jene Ursache, deren Beseitigung das Problem am nachhaltigsten löst.
Ergänze die 5-Whys-Analyse durch die Einordnung der Ursachen nach den 8 M. Sortiere jede gefundene Ursache unter eine der folgenden Haupteinflussgrößen:
- Mensch (Manpower) – Mangel an Training, schlechtes Prozessdesign, Müdigkeit
- Maschine (Machinery) – Geräte, Software, Design, Wartungszustand
- Material (Materials) – Komponenten, Zulieferteile, Rohstoffe
- Methode (Methods) – Prozesse, Arbeitsanweisungen, Ablaufregeln
- Messung (Measurement) – Kennzahlen, Messgeräte, Datenqualität
- Milieu (Mother Nature / Environment) – Umgebung, Klima, Lieferbedingungen
- Management (Management) – Vorgaben, Ressourcenplanung, Kommunikation
- Mittel (Money / Finanzen) – Budget, Investitionen, Kostendruck
Trage diese Kategorien als Hauptgräten in dein Ishikawa-Diagramm ein. Unter jeder Gräte dokumentierst du die konkreten Ursachen und hängst bei Bedarf weitere Unterzweige für Nebenursachen an. Wenn beispielsweise viele Ursachen unter „Mensch" liegen, solltest du Trainings- oder Prozessprobleme adressieren. Wenn hingegen „Maschine" dominiert, prüfe das Design und die Wartungslogs.
Praktisches 5-Why-Beispiel (so arbeitest du dich zur Grundursache vor)
Problem: Anlage 3 fällt wöchentlich wegen Überhitzung aus.
- Warum überhitzt Anlage 3? → Der Kühlkreislauf bleibt stehen.
- Warum bleibt der Kühlkreislauf stehen? → Die Pumpe stoppt sporadisch.
- Warum stoppt die Pumpe? → Der Schutzschalter löst aus.
- Warum löst der Schutzschalter aus? → Es treten Stromspitzen während des Schichtwechsels auf.
- Warum treten Stromspitzen auf? → Das Schaltpanel hat veraltete Komponenten ohne Spannungsstabilisierung.
Ergebnis: Die Grundursache ist ein veraltetes Schaltpanel (Maschine/Design). Maßnahme: Technische Nachrüstung statt Mitarbeiterermahnung.
Validiere jede Ursache mit Daten, wie Logs, Messwerten, Wartungsprotokollen oder Kundenfeedback. Eine Ursache ohne Daten bleibt bloß eine Hypothese; nur datenbasierte Ursachen werden zu handlungsleitenden Root Causes.

Wie mitigierst du Ursachen effektiv? (Maßnahmen planen)
Nachdem du die Hauptursache identifiziert hast, plane wirksame Maßnahmen. Nutze hierfür die S-T-O-P-Hierarchie, um die Wirksamkeit der Maßnahmen sicherzustellen, und formuliere jede Maßnahme nach dem SMART-Prinzip:
S-T-O-P (Priorisierung der Wirksamkeit)
- S — Substitution / Eliminierung:
Entferne die Fehlerquelle vollständig (dies ist die beste Lösung). - T — Technische Maßnahmen:
Baue Schutzmaßnahmen oder Poka-Yoke ein (z. B. Schutzkappen oder Software-Restriktionen). - O — Organisatorische Maßnahmen:
Ändere Prozesse, setze Kontrollpunkte oder führe das 4-Augen-Prinzip ein. - P — Personenbezogene Maßnahmen:
Schulungen, Verhaltensregeln oder Warnhinweise (dies sollte die letzte Option sein).

SMART-Formel (konkrete Maßnahmen)
Mehr zur SMART-Formel findest du in unserem Artikel SMART-Ziele definieren.
- S — Spezifisch:
Wöchentlicher Check der Riemenspannung durch Schichtleiter, dokumentiert im Wartungslog. - M — Messbar:
Anzahl Prüfungen / Fehlerreduktion in % - A — Aktiv Beeinflussbar
Wissen / Fähigkeiten vorhanden - R — Realistisch:
Ressourcen vorhanden oder geplant - T — Terminiert:
Beginn ab KW 12, Review nach 8 Wochen
Setze Verantwortliche, Deadlines und Metriken fest und dokumentiere jede Maßnahme in einem Maßnahmenplan. Priorisiere die Maßnahmen nach der RPZ (Risikoprioritätszahl). Achte zudem auf Abhängigkeiten: Eine Maßnahme kann Nebenursachen beeinflussen oder ganz neue Effekte erzeugen.
Vorlage zur Erstellung des Ursache-Wirkungs-Diagramms und Schritt-für-Schritt-Anleitung
Hier sind die praktischen Schritte für dich:
- Zeichne einen horizontalen Pfeil, der zum Problem (dem Kopf) führt.
- Zeichne acht Hauptkategorien als schräg verlaufende Gräten (nutze auch hier die 8 M).
- Trage unter jeder Haupteinflussgröße die konkreten Ursachen in Stichworten ein.
- Ergänze Nebenursachen als kleinere Zweige.
- Markiere die möglichen Hauptursachen farbig oder mit Symbolen und notiere die RPZ-Werte daneben.

Visuelle Tipps:
- Nutze Farben für die Kandidaten der Hauptursache.
- Halte die Stichworte kurz und prägnant.
- Erstelle nach dem Workshop eine digitale Version (z. B. als SVG oder PDF) zum Teilen.
- Füge unter jedem Zweig Belege an (Log-ID, Datum, Foto-Link).
Ein gut gezeichnetes Diagramm hilft dabei, komplexe Ursachenbeziehungen zu visualisieren, und ist die ideale Grundlage für einen FMEA-Input.
Wie nutzt du Procoli Mini bei der Erstellung und Abstimmung des Ishikawa-Diagramms?
Procoli Mini beschleunigt deine Umsetzung: Erstelle einfach die Aufgabe „Ishikawa-Workshop", lade externe Experten per Link ein (ganz ohne Anmeldung) und füge die Diagramm-Vorlage an. So sammelst du den Input direkt im Task.
Konkrete Arbeitsweise mit Procoli Mini:
- Brainstorming digital: Teile das Template, und externe Partner ergänzen ihre Ursachen direkt in der Webansicht.
- Maßnahmentracking: Wandle S-T-O-P-Maßnahmen in Aufgaben um, setze Verantwortliche und Deadlines.
- Evidenz-Prüfung: Fordere Proof-Dokumente (wie Fotos oder Logauszüge) in der Aufgabe an und lasse automatisierte Benachrichtigungen verschicken.
- Transparenz: Jeder sieht die Updates, Kommentare bleiben am richtigen Ort und externe Partner beteiligen sich ohne Registrierung.
Procoli Mini reduziert somit Reibungsverluste im Risikomanagement und verbessert die Nachverfolgung der Ursachenbeseitigung.
Wie misst du Wirkung und Erfolg der Problemlösung?
Definiere bereits vor der Maßnahme messbare Metriken, wie zum Beispiel Fehlerrate, Durchlaufzeit, Kundenbeschwerden oder Ausfallzeit. Messe diese Werte vor und nach der Umsetzung der Maßnahme (Baseline vs. Post-Measure) und berechne die Verbesserung in Prozent.
Nutze den RPZ-Verlauf zur Quantifizierung: Eine Reduktion der RPZ zeigt die Wirkung an. Dokumentiere alle Änderungen im Ishikawa-Diagramm und markiere die getesteten Ursachen. Ergänze die Analyse bei Bedarf mit Signifikanztests, falls du eine statistische Absicherung benötigst.
Wenn Maßnahmen sehr teuer oder sicherheitsrelevant sind, führe eine FMEA durch und belege die Auswirkungen statistisch, bevor du größere Summen investierst.
Zusätzliche Hinweise zur systematischen Ursachenanalyse und Zusammenfassung
- Nutze FMEA und Signifikanztests, wenn die Risiken hoch sind.
- Beziehe das Team frühzeitig ein, um Kreativitätstechniken wie Brainstorming effektiv zu nutzen.
- Achte bei der Darstellung auf eine saubere Grafik: Ein klares Fischgrät-Layout erleichtert spätere Reviews deutlich.
- Dokumentiere jede Ursache und jede Maßnahme sorgfältig, damit die Wissensbasis wächst.
Praktische Vorlage (Kurzversion)
- Kopf: Problem (klare Problemformulierung)
- Hauptkategorien: Mensch, Maschine, Material, Methode, Messung, Milieu, Management, Mittel
- Unter jedem Ast: konkrete Ursachen (Stichworte)
- Bewertung: Wahrscheinlichkeit × Auswirkung (1–5) → RPZ
- Maßnahmen: Verantwortlich, Deadline, Metrik (SMART), Wirksamkeit (S-T-O-P)
Praxisbeispiel: Fallstudie Kundenservice
Du analysierst eine wiederkehrende Reklamation im Kundenservice (Problem). Beim Brainstorming erscheinen potenzielle Ursachen: unklare Prozessanweisungen, veraltete FAQs, fehlende Schulung der Mitarbeiter, falsche Produktbeschreibung. Mit dem Ishikawa-Diagramm ordnest du Ursachen unter den 8 M, bewertest jede Ursache, nutzt 5-Why für Tiefgang und identifizierst die Hauptursache: fehlende Standard-Arbeitsanweisung. Du setzt S-T-O-P-Maßnahmen, dokumentierst sie in Procoli Mini und misst die Reduktion von Kundenbeschwerden nach 8 Wochen.
Häufige Fehler vermeiden
- Sammle keine Ursachen ohne Daten; validiere jede Ursache stattdessen mit Messwerten oder Logs.
- Priorisiere nicht nur nach Bauchgefühl; nutze objektive Skalen.
- Vergiss Nebenursachen nicht; mehrere kleine Ursachen führen oft zur Wirkung.
- Dokumentiere Maßnahmen als Tasks (z. B. in Procoli Mini) und fordere Evidenz an.
Wichtiges auf einen Blick (Bullet-Point-Summary)
- Definiere das Problem klar als die Wirkung (am Kopf des Diagramms).
- Sammle mögliche Ursachen systematisch per Brainstorming.
- Erstelle ein Ishikawa-Diagramm mit klaren Hauptkategorien und trage dort die Ursachen ein.
- Nutze 5-Why, ordne Ursachen den 8 M zu und validiere jede Ursache mit Daten.
- Bewerte jede Ursache objektiv mit einer 1–5 "Likelihood × Impact"-Skala und berechne die RPZ.
- Priorisiere Maßnahmen nach der RPZ und setze wirksame S-T-O-P-Maßnahmen.
- Dokumentiere alles in Procoli Mini für eine effiziente link-basierte Kollaboration.
- Messe die Wirkung mit klaren Metriken und dokumentiere Ergebnisse im Diagramm.
FAQ
Was ist ein Ishikawa-Diagramm und wofür nutze ich es?
Das Ishikawa-Diagramm (Fischgrätendiagramm) visualisiert die möglichen Ursachen eines Problems und ordnet sie in Hauptkategorien ein, sodass du die Grundursache findest, anstatt nur Symptome zu behandeln.
Wie erstelle ich schnell ein Ishikawa-Diagramm?
Definiere das Problem präzise als Kopf, zeichne die Spine, füge die 8 M als Gräten hinzu und trage alle potenziellen Ursachen als Zweige ein. Priorisiere anschließend mit einer RPZ-Bewertung.
Wie finde ich die wahre Grundursache (Root Cause)?
Nutze die 5-Why-Methode: Frage so oft „Warum?", bis du eine Ursache erreichst, deren Beseitigung die Wirkung dauerhaft stoppt. Verifiziere die Hypothese dann mit Messdaten oder Logs.
Wie bewerte ich Risiken objektiv?
Bewerte jede validierte Ursache mit einer Likelihood (1–5) und einer Auswirkung (1–5). Multipliziere die Werte zur RPZ und priorisiere die Maßnahmen nach der höchsten RPZ.
Welche Hauptkategorien (8 M) verwende ich im Diagramm?
Nutze: Mensch, Maschine, Material, Methode, Messung, Milieu, Management und Mittel – diese Haupteinflussgrößen decken systematisch die möglichen Ursachen ab.
Welche Maßnahmen greifen wirklich? (S-T-O-P)
Priorisiere Maßnahmen nach S-T-O-P: Substitution (eliminieren) → Technisch → Organisatorisch → Personen. Formuliere jede Maßnahme SMART und tracke die Umsetzung sowie die Evidenz.
Wie messe ich den Erfolg der Problemlösung?
Definiere KPIs (z. B. Fehlerrate, Ausfallzeit, Kundenbeschwerden) vor der Maßnahme, miss die Baseline und vergleiche sie in festen Intervallen. Eine Reduktion der RPZ zeigt ebenfalls die Wirksamkeit an.
Wie binde ich externe Partner ohne Hürden ein?
Nutze eine link-basierte Kollaboration (z. B. Procoli Mini): Erstelle die Ishikawa-Aufgabe, verschicke den Link per E-Mail, und externe Partner fügen Input und Evidenz direkt in die Webansicht ein – ganz ohne Anmeldung.
Vor- und Nachteile eines Ishikawa-Diagramms
Vorteile
- Visuelle Klarheit: Du siehst Ursachen und Wechselwirkungen auf einen Blick.
- Team-Alignment: Brainstorming und Moderation fördern gemeinsames Verständnis.
- Struktur für Priorisierung: Es liefert Input für RPZ, FMEA und weitere Analysen.
- Geringe Kosten: Du brauchst nur Papier/Whiteboard oder einfache digitale Vorlagen.
Kurz: Das Diagramm beschleunigt die Ursachenfindung und liefert direkt umsetzbare Hypothesen.
Nachteile / Gegenmaßnahmen
- Gefahr der Symptombehandlung: Ohne 5-Why und Datenvalidierung werden oft nur Symptome gestoppt. → Gegenmaßnahme: Immer 5-Why plus Datensammlung nutzen.
- Abhängig von Expertenwissen: Fehlende Fachkenntnis liefert lückenhafte Ursachenlisten. → Gegenmaßnahme: Füge externe Experten hinzu (z. B. via Procoli Mini).
- Keine statistische Verifikation: Das Diagramm zeigt Hypothesen, aber keine Signifikanz. → Gegenmaßnahme: Nutze Signifikanztests oder FMEA für kritische Fälle.
- Umfang kann unübersichtlich werden: Zu viele Ursachen erschweren die Priorisierung. → Gegenmaßnahme: Clustere Ursachen und berechne RPZ-Werte.